60 Jahre Gebauer’s

Seit über 60 Jahren ist Gebauer ein fester Bestandteil der Region. Dieses Jubiläum steht nicht nur für Erfahrung und Kontinuität, sondern auch für die konsequente Weiterentwicklung des Einkaufs vor Ort – von einem klassischen Lebensmittelmarkt hin zu einem Angebot, das heute regionale Nähe, Service und zusätzliche Leistungen im Markt verbindet.

Seit 60 Jahren steht Gebauer für Frische,
Qualität und Freundlichkeit, ebenso gelebte Regionalität.

Um diesen Anspruch heute und in Zukunft zu erfüllen, investieren wir kontinuierlich in
unsere Märkte – für unsere Kundinnen und Kunden, die Lebensqualität in unserer Region und die Weiterentwicklung unserer Marke. Jede Modernisierung, jeder neue Markt und jede Sortimentserweiterung ist ein Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens.

Mit über 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir heute ein bedeutender Arbeitgeber im Filstal und darüber hinaus.
Jeder einzelne von ihnen ist ein wichtiger Teil unserer Erfolgsgeschichte – einer Geschichte, die 1966 mit Manfred Gebauer und einem kleinen 35 m²-Milchgeschäft in der Göppinger Hohenstaufenstraße begann. Aus dieser mutigen Entscheidung entwickelte sich ein Unternehmen, das Generationen geprägt und Arbeitsplätze geschaffen hat.

Und wir investieren weiter: in moderne Märkte, nachhaltige Konzepte, regionale Partnerschaften und sichere berufliche Perspektiven.

Gebauer's langjährige Mitarbeiter, die seit mehr als 20 Jahren bei Gebauer's arbeiten

Interview mit Manfred Gebauer

Zum 60-jährigen Jubiläum blicken wir gemeinsam mit unserem Firmengründer auf die Anfänge, besondere Momente und die Entwicklung von Gebauer’s zurück. Das Gespräch gibt persönliche Einblicke in sechs Jahrzehnte Geschichte und zeigt, was unser Unternehmen bis heute prägt.

10 Interviewfragen zum 60-jährigen Jubiläum an Manfred Gebauer

 

1. Wie hat alles begonnen? Erinnern Sie sich noch an den Moment, in dem Sie entschieden haben, Gebauer’s zu gründen?

MG: Meine Eltern bauten 1954 im Göppinger Stadtteil ein Einfamilienhaus mit einer Verkaufsfläche im Erdgeschoss. Am 01.02.1955 wurde dort ein EDEKA-Kolonialwarengeschäft eröffnet, in dem ich aufwuchs. Ich machte eine Lehre als Maschinenschlosser mit dem Ziel Maschinenbau-Ingenieur. Mein Vater unterstützte diese Idee nicht und meinte, ich sollte Kaufmann werden, also im elterlichen Geschäft arbeiten. 18 Monate Grundwehrdienst, Anfang 1965 wieder im elterlichen Laden. Ich war Mitglied in der Spara-Gruppe der Edeka, der Spar- und Arbeitsgemeinschaft der Jungkaufleute, und wurde 2 Monate nach meinem Wehrdienst Vorsitzender der Spara. Dieses Amt verschaffte mir Kontakt zur Geschäftsleitung der Edeka Göppingen. Im April 1966 übernahm ein Wurstvertreter ein Milchgeschäft in der Hohenstaufenstraße 30 in Göppingen und schaffte es tatsächlich, den Umsatz nach 3 Monaten auf ein Viertel zu reduzieren. Ich wollte nur weg vom elterlichen Geschäft und habe mich entschieden, diesen Standort zu übernehmen. No risk no fun, am 01.07.1966 war Eröffnung dieses Ladens, 1 Jahr später hatte ich den ursprünglichen Umsatz um 50 % gesteigert.

 

2. Was war in den Anfangsjahren die größte Herausforderung? Gab es einen Moment, in dem Sie kurz gezweifelt haben – und warum haben Sie trotzdem weitergemacht?

MG: Mit einer Bürgschaft von 10.000 DM von meinem Vater fing ich an. Ich hatte 1 Verkäuferin und eine 7 Tage-Woche. Es fehlte an Eigenkapital, die Banken waren restriktiv, der Einzelhandel wurde als Risiko angesehen, modernisieren war nur möglich, wenn man das Geld schon verdient hatte. Die 10 TSD reichten gerade für ein gebrauchtes Auto und die Ladeneinrichtung. Der Warenbestand wurde zum Teil von der Edeka gestundet.

 

3. Was hat sich in 60 Jahren am stärksten verändert – und was ist gleich geblieben? Gibt es Werte, die damals wie heute unverändert wichtig sind?

MG: Veränderung: Die Größe der Geschäftsflächen, die Anzahl und Vielfalt der Sortimente, die Digitalisierung, die Werbung, die Ladengestaltung, die Investitionen
Gleichgeblieben: Der Anspruch unserer Kunden auf Qualität und Regionalität, auf Frische und Zuverlässigkeit und günstige Preise.

 

4. Worauf sind Sie heute besonders stolz, wenn Sie durch unsere Märkte gehen? Ist es eher das Sortiment, die Mitarbeitenden oder die Atmosphäre?

MG: Auf die Mitarbeiter, wir legen Wert auf Ausbildung und Fortbildung, bei uns arbeiten unsere Mitarbeiter bis sie in Rente gehen können. Ich sehe bei vielen Wettbewerbern keine älteren Mitarbeiter mehr. Das riesige Sortiment erstaunt mich immer wieder, die Ausstattung ist ansprechend und kundenfreundlich, das gefällt mir.

 

5. Haben Sie eine Lieblingsabteilung im Markt? Und wissen Sie noch, welche Abteilung Ihnen früher am meisten am Herzen lag?

MG: Meine Stärke lag von Anfang an im Obsthandel, diese Abteilung ist mir wichtig. Aber ich kann nicht durch den Markt gehen ohne unsere Frischetheken anzusehen, die nicht nur appetitlich aussehen, sondern auch besondere Qualitäten anbieten, ob Wurst, Fleisch, Fisch oder Käse, ich muss mich immer beherrschen, um nicht zu viel einzukaufen.

 

6. Ganz persönlich gefragt: Haben Sie ein Lieblingsprodukt, eine Lieblingswurst oder ein Lieblingsfleisch? Und warum genau dieses?

MG: Kalbsleberwurst, Lieferant Metzgerei Schäfer, Rote Würste, zum Grillen oder für Wurstsalat!, Lieferant Metzgerei Kurz, Schorndorf, Roastbeef, möglichst marmoriert, Dill-Heringshappen in Sahnesauce, Frischkäsezubereitung Chili mit Tomate, eigene Herstellung und dazu einen Briegel aus der Backstube.

 

7. Wie wichtig war Ihnen von Anfang an Qualität und Regionalität? War das schon immer ein fester Teil der Philosophie oder hat sich das entwickelt?

MG: Qualität ist die Grundvoraussetzung für Kundenvertrauen. Aber Qualität steht immer im Verhältnis zum Preis, das stimmen muss. Wenn der Preis höher ist, muss auch mehr Qualität und Genuss enthalten sein. Regionalität: Ich bin in der Region aufgewachsen, von Anfang an war ein hoher Anteil von Regionalität Bestandteil unseres Sortimentes, Region war selbstverständlich. Wir haben diese Regionalität noch enger gezogen, wir nennen das Lokal, wir arbeiten mit rund 100 lokalen Partnern zusammen, im Umkreis von 25 km um unsere Märkte. Regional arbeiten wir entweder direkt mit den Firmen zusammen oder mit der Edeka, unserem Hauptlieferanten, mit weit über 1000 regionalen Erzeugern oder Herstellern. Mir fallen 2 Betriebe ein, mit denen wir seit 60 Jahren zusammenarbeiten: Fruchtsaftkellerei Stolz, Boll und Kaiser-Brauerei Geislingen. Und viele, von denen wir schon seit 40 oder 50 Jahre Waren beziehen. Ich vermisse gute Betriebe wie Göppinger Sprudel oder Überkinger und viele andere.

 

8. Was bedeutet Gebauer’s für Sie heute – nach 60 Jahren? Ist es eher Lebenswerk, Familie oder Heimat?

MG: Es ist das Gefühl, zusammen mit den Mitarbeitern und Kollegen etwas geschaffen zu haben, das unseren Kunden nützt und zufrieden stellt, ihnen Genuss und Lebensfreude vermittelt.

 

9. Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Gebauer’s? Gibt es etwas, das Sie den nächsten Generationen unbedingt mitgeben möchten?

MG: Den Markt aus der Sicht des Kunden zu sehen: Qualität und Zuverlässigkeit bewahren und auszubauen, gute Mitarbeiter beschäftigen und diesen einen sicheren Arbeitsplatz geben. Langfristig denken und kurzfristig schnell handeln.

 

 

10. Zum Schluss: Was möchten Sie unseren Kundinnen und Kunden sagen, die uns seit Jahren oder sogar Jahrzehnten begleiten?

MG: Ich bedanke mich bei unseren Kunden für die Treue, die sie uns gehalten haben. Vielen Dank, dass Sie uns die Möglichkeit gegeben haben, uns im Sortiment und in der Qualität weiter zu entwickeln und dass Sie unseren Einsatz für die Region so überzeugt unterstützen. Ich werde öfters von Kunden angesprochen, dass sie schon als Kinder bei mir eingekauft haben und ich habe dabei nie das Gefühl gehabt, etwas falsch gemacht zu haben.

 

Mehr Einblicke in unsere Geschichte und Entwicklung finden Sie in den folgenden Kapiteln.

Unsere wichtigsten Meilensteine

Seit 60 Jahren entwickelt sich Gebauer’s gemeinsam mit der Region stetig weiter. Unsere Meilensteine erzählen die Geschichte unseres Unternehmens – von den ersten Standorten bis hin zu wichtigen Veränderungen und neuen Kapiteln. Jeder Schritt steht dabei für Wachstum, Mut zur Weiterentwicklung und das Ziel, unseren Kundinnen und Kunden ein modernes Einkaufserlebnis mit vertrauter Qualität zu bieten.

 

Unsere Meilensteine

Unsere Auszeichnungen

Seit 60 Jahren stehen bei Gebauer’s Qualität, Frische und Service im Mittelpunkt. Unsere Auszeichnungen sind für uns deshalb vor allem eines: eine Bestätigung für die tägliche Arbeit unserer Teams und für den Anspruch, unseren Kundinnen und Kunden jeden Tag das Beste zu bieten. Sie zeigen, dass wir unseren Weg konsequent weitergehen – mit hoher Fachkompetenz, echter Leidenschaft und einem starken Fokus auf Genuss und Einkaufserlebnis.

 

Unsere Auszeichnungen

Unsere Eigenmarken

Seit 60 Jahren stehen bei Gebauer’s Qualität, Sorgfalt und Vertrauen im Mittelpunkt. Unsere Eigenmarken sind Ausdruck dieses Anspruchs. Sie stehen für sorgfältig ausgewählte Produkte, verlässliche Herkunft und ein überzeugendes Preis Leistungsverhältnis. Mit viel Know how, hohem Qualitätsbewusstsein und einem feinen Gespür für den Alltag unserer Kundinnen und Kunden entstehen Produkte, auf die man sich verlassen kann. Für ehrlichen Genuss und Qualität jeden Tag.

Unsere Eigenmarken

Unser Lokal Konzept

Seit 60 Jahren legen wir großen Wert auf regionale Verbundenheit. Mit unserem LOKAL-Konzept machen wir auf einen Blick sichtbar, welche Produkte aus unserer Region stammen.

 

Unser Lokalkonzept